Dinge die man kennen sollte, wenn man ein Welsh Pony besitzt

Welsh Pony Ratschläge
Mit diesen hilfreichen Tipps wirst du sicher die richtige Lösung für dein Welsh Pony finden.
 

Wer ein Welsh Pony oder Pferde im Allgemeinen hält, wird auch immer wieder mit Herausforderungen konfrontiert werden, die ein bestimmtes Fingerspitzengefühl benötigen. Hier eine Hinweis zu bestimmten Themen.

Nachgüllen in den Wintermonaten

Manche Welsh Ponys haben besonders in den Wintermonaten ein Problem: sie 'güllen' nach: das heißt, daß im Anschluß an das 'Äpfeln' ein ziemlicher Schuß flüssiger Kot durchfallartig folgt. Zumindest bei einem Pferd fand sich eine einfache Erklärung dafür: Die Zähne. In der Weidesaison wird hauptsächlich nur weiches Gras gefüttert - in der anderen Zeit Heu. Wenn nun die Zähne nicht in Ordnung sind, so wird das Heu nicht ausreichend zerkleinert und der Darm wird gereizt...

Sommerekzem

Zufällig wurde ein Mittel entdeckt, welches in vielen Fällen eine drastische Linderung bringen kann: Es handelt sich dabei um Insol, einen Impfstoff gegen Pilze von Boehringer-Ingelheim. Fragen Sie Ihren Tierarzt danach bzw. fragen Sie den Hersteller nach dieser Eigenschaft. Bevor ein Pferd wegen des Ekzemes eingeschläfert werden soll, sollte man Insol eine Chance geben. Der Zusammenhang von Ekzemen und Insol ist auch in vielen Dissertation beschrieben worden

Geruchsbindung in den Stallungen

Bei Verwendung einer 'Matratze', die bei glattem Stallboden und älteren Pferden oder im Winter manchmal sogar sinnvoll ist, bildet sich durch die Fäkalien ein übler Geruch, der u.a. Ammoniak enthält, welcher Lunge und Hufe angreift 

Abhilfe schafft auch hier ein Mittel aus dem Hause BIOCO: Biosil. Es handelt sich dabei um ein helles Pulver, welches nur aus natürlichen Stoffen (u.a. Kieselgur) bestehen soll und völlig unschädlich sein soll. Sein Hauptzweck ist das schnellere kompostieren, jedoch wirkt es auf nasse Stellen im Stall gestreut wahre Wunder: Man merkt innerhalb weniger Sekunden! eine deutliche Verringerung der Geruchsbelästigung. Zudem wird das Ammoniak gebunden.

Kleietrunk

In den heißen Sommermonaten hat sich folgende Rezeptur bewährt, die bei Welsh Ponys hochbeliebt ist:

Man nehme pro Pferd etwa 

  • 10-20 l kühles Leitungswasser
  • 1 Tasse Obstessig (kein Tafelessig)
  • ca. 300g Weizenkleie 
  • ca. 200g Biolasse(R) (von BIOCO(R), Markdorf)

bei Biolasse handelt es sich um ein Gemisch (Pulver) aus Rohrzuckermelasse, Kieselgur und Eismeeralgen. Wir haben damit über lange Jahre die allerbesten Erfahrungen gemacht. 

Dieser Trunk 

  • kühlt, 
  • ergänzt den Flüssigkeitshaushalt, 
  • wirkt durch den Essig gegen Fliegen, 
  • regt den Stoffwechsel und die Verdauung an, 
  • versorgt das Welsh Pony mit wichtigen Wirkstoffen der Eismeeralgen (mE deutlich wertvoller als Spirulina) 
  • Kieselgur wird positive Auswirkungen auf Knorpel und Gelenke nachgesagt
  • entgiftet durch die Adsorptionseigenschaften der Kleie und des Kieselgurs

Kleiemash

Sobald bei "Kolikern" Vorsicht angesagt ist - oder zur Prophylaxe bei "Kolikern" verabreichen wir warmen Kleiemash

Man nehme pro Welsh Pony etwa 

  • 100g Leinsamen (Futterhändler), ganz
  • 200g Weizenkleie
  • 1l kochendes Wasser
  • kaltes Leitungswasser

Man übergieße die Leinsaat mit dem kochendem Wasser und lasse es etwa 5 Min. stehen. Dadurch wird der Schleim des Leinsamens aktiviert und die im Leinsamen in geringen Mengen vorhandenen Blausäureverbindungen neutralisiert. Die Kleie zugeben und so lange mit kaltem Wasser verrühren, bis ein noch fließfähiger Brei entsteht.

Unbedingt mit den Händen sehr gut durchrühren, da der Leinsamen "Hot Spots" bildet - also vereinzelte Stellen, die noch kochend heiß sein können.

Wenn der Mash dann lauwarm ist, wird er prakt. von allen Welsh Ponys gerne gefressen und hat ganz ausgezeichnete therapeutische Wirkung.

Medikamentengabe

Bei so manchem Medikament, welches oral verabreicht werden sollte, wurden wir vor große Probleme gestellt: trotz Mix mit geriebenen Äpfeln, Kleie und sogar 'Grafschafter' Sirup, wurde es vom Welsh Pony verschmäht. 

In solchen Fällen haben sich Zuckerrübenschnitzel bewährt. Zu beachten ist, daß die Rübenschnitzel sehr lange einweichen müssen, dabei auf etwa das 5-10 fache ! Volumen aufquellen und duch den Zuckergehalt schnell verderben. 
Der Einweichvorgang ist beendet, wenn man die Schnitzel mit den Fingern zerdrücken kann und man keinen harten Kern mehr spürt. Selbst mit heißem Wasser dauert es mindestens 2-3 Stunden - incl. Abkühlen. Dabei darauf achten, daß man nicht zuviel Wasser zugibt, damit der Zuckergehalt am Ende noch gut konzentriert ist und das ganze nicht zu wässrig wird.

Die trockenen Zuckerrübenschnitzel sicher aufbewahren, da ein Pferd sehr leicht durch deren enormes Quellverhalten verenden kann.  

Desinfektionsmittel

Wenn man Wunden desinfizieren muß, sollte man darauf achten, daß dabei keine Schmerzen(Brennen) verursacht werden. 

Nach unseren Erfahrungen haben sich hier Betaisodona(R) bzw. Betaisodona(R) Salbe bzw. Produkte anderer Hersteller mit PVP-Jod als Wirkstoff, bewährt. Der Trick besteht darin, daß PVP-Jod wasserlöslich und nicht wie die Jodtinktur nur alkohollösliches Jod enthält und der Alkohol ist daran schuld, daß Jodtinktur stark in Wunden brennt.

Zum ersten Reinigen von Wunden, verwenden wir eine transparente Lösung aus Benzalkoniumchlorid (0,03%ig, Apotheker fragen)Benzalkoniumchloridlösung ist ein sehr kostengünstiges, nichtbrennendes, farbloses Desinfektionsmittel. 

Einziger Wermutstropfen: Durch Eiter wird die desinfizierende Wirkung zunichte gemacht. 

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Welsh Pony FAQ