Was ist ein Töltsattel

Das Tölten zählt zu den Sondergangarten, die manche Pferderassen aufweisen. Man bezeichnet solche Pferde auch als Gangpferde, da sie neben den Grundgangarten Schritt, Trab und Galopp noch andere Gänge zeigen. Dazu zählen der Pass, Foxtrott, Rack oder auch Tölt. Mit Ausnahme der Sondergangart Pass sind alle anderen Gangarten dem Schritt zuzuordnen und haben demnach einen Viertakt. Für das Tölten sind bei uns vor allem die Islandpferde bekannt. Es gibt jedoch auch töltende Traber. Als für den Reiter speziell bequem zu sitzende Gangart ist der Tölt bei vielen Islandpferdebesitzern sehr beliebt. Der Reiter wird während der Bewegung kaum geworfen, was vor allem auf eine fehlende Schwebephase zurückzuführen ist. Tölten wird daher auch als eine gelaufene Gangart bezeichnet. Je nach Ausbildungsstand des Pferdes wird der Tölt in verschiedenen Geschwindigkeiten ausgeführt. Das Tempo variiert somit zwischen Schritt und Galopp, je nachdem wie das Pferd den Tölt umsetzen kann.

Seit den 70er Jahren hat sich das Islandpferd zunehmend verbreitet und damit auch das Tölten populär gemacht. Die Reitausrüstung von Gangpferden unterscheidet sich von anderen Pferderassen nicht wesentlich. Jedoch wird ein für das Tölten speziell konstruierter Sattel verwendet, da der Reiter bei dieser Sondergangart sein Gewicht anders auf dem Rücken des Pferdes verteilen sollte. Aus diesem Grund ist der Töltsattel flacher als herkömmliche Reitsättel und hat auch den Schwerpunkt weiter nach hinten verlagert. Damit wird dem Pferd das Tölten wesentlich erleichtert. Ansonsten sieht er einem Vielseitigkeitssattel sehr ähnlich. Die Sättel sind je nach Hersteller unterschiedlich aufgebaut. So kann die Sitzfläche statt wie gewohnt glatt, eher rauh und gerippt sein. Diese Sättel bezeichnet man daher als Töltsattel mit Rippsitz. Töltsättel werden von vielen Sattelherstellern und in verschiedenen Preisklassen angeboten.
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