Was ist ein Stocksattel

Der Stocksattel ist in seiner heutigen Form schon seit Mitte des 18. Jahrhunderts bekannt. Damals wurde er für lange Geländeritte eingesetzt und auch heute ist der Stocksattel für seine Bequemlichkeit bei langen Wanderritten wie auch als Dressursattel im Einsatz. Im australischen Outback entstand der Stocksattel aus einem normalen Dressursattel, der sich jedoch nicht für lange Ritte eignete. Entsprechend wurde der Dressursattel weiterentwickelt und auf lange Ritte ausgelegt. Die Form des Stocksattels weicht in folgenden Punkten von einem klassischen Dressursattel ab:
Das lange Sattelblatt schützt das Reiterbein und die große Auflagefläche eignet sich auch für Pferde mit kurzem Rücken ohne dabei die Schulter zu behindern.

Die aufgesetzten Kniepauschen sind am Anfang eher gewöhnungsbedürftig, bieten jedoch eine große Sicherheit, besonders in unebenem Gelände. Wichtig ist bei diesem Sattel die Möglichkeit des Reiters, das Bein beim Reiten "lang" zu lassen. Das angestrengte Anwinkeln des Beines durch Pauschen beim Reiten über mehrere Stunden entfällt somit. Durch den tiefen Sitz verspricht der Stocksattel zudem einen sehr guten Halt.
Der hohe Wirbelsäulenkanal ist auch für Pferde mit hohem Widerrist gut geeignet und bietet somit auch dem Pferd einen gewissen Komfort.

Eine Besonderheit bei den Stocksätteln liegt in der Gurtung. Neben der normalen Gurtung gibt es den so genannten Übergurt ("Surcingle" genannt). Dieser Gurt führt über den Sattel ohne den Sitz des Reiters zu beeinflussen und verspricht einen noch besseren Halt auf dem Rücken des Pferdes.

Die Trachten des Stocksattels bestehen aus Wollstoff ("Wool-serge" genannt). Diese Trachtenfüllung ist besonders atmungsaktiv, sorgt für einen besseren Wärmeausgleich und verhindert somit eine Hitzestauung. Zudem passt sich der Wollstoff dem Pferderücken ideal an.

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