Was ist ein Militärsattel

Es ist kaum erstaunlich, dass die Ursprünge des Militärsattels tatsächlich in der militärischen Nutzung zu finden sind. Der klassische Militärsattel war ein wichtiger Bestandteil der Kavallerie des 1. und 2. Weltkrieges. In Europa gab es feine Unterschiede in den deutschen, österreichischen sowie den schweizer Modellen. Das wohl bekannteste deutsche Militärsattel-Modell ist der sogenannte "Armeesattel 25". In den USA wurde bevorzugt der McClellan-Sattel verwendet, welcher sich besonders durch die hervorragende Belüftung des Pferderückens auszeichnete. Heutige, modernere Modelle sind meist dem letztgenannten Sattel nachempfunden.

Der Militärsattel unterscheidet sich in seinem Aufbau von den heute gängigen Sportsätteln. Die meisten Modelle können komplett auseinander genommen werden. Außerdem besitzt der Militärsattel keinen Holzbaum, sondern eine Bespannung aus fester Rohhaut. Dieser Satteltyp wird gemeinhin als Bocksattel bezeichnet, da er nicht auf der Wirbelsäule des Pferdes aufliegt. Der Reiter bekommt dadurch das Gefühl, ungewöhnlich hoch zu sitzen. Es ist für das Wohlbefinden des Pferdes unerlässlich, die Rohhaut unter dem Sattel zu prüfen. Ist diese ausgeleiert, muss sie neu gespannt oder ersetzt werden, um eine Auflage auf der Wirbelsäule zu vermeiden. Bei Originalen findet sich eine gelochte Lederstrippe am Vorderzwiesel. Diese diente zu Zeiten der Kavallerie zum Befestigen von Lasten und Geschützen. Im heutigen Gebrauch ist die Kumtstrippe allerdings überflüssig geworden und daher oft nicht mehr vorhanden.

Obwohl das Militär heute ohne berittene Soldaten und somit ohne Sättel auskommt, sind die Vorzüge des Militärsattels nicht in Vergessenheit geraten. Besonders Freizeit-und Distanzreiter wissen diesen Satteltyp zu schätzen, da er den Pferderücken auch auf längeren Strecken nicht belastet. Die Meinungen bezüglich des Komforts für den Reiter hingegen gehen auseinander. Mit Sicherheit lässt sich sagen, dass die verhältnismäßig harte Sitzfläche einiger Gewöhnung bedarf. Wer seinen Hintern etwas schonen möchte, ist mit diversen Sattelauflagen, wie beispielsweise einem Lammfell, gut beraten. Für Anfänger eignet sich der Militärsattel nur bedingt. Bleiben die Beine nicht ruhig an Ort und Stelle, so können die beiden Packösen am Vorderrand des Sattelblattes zu blauen Flecken führen. Für geübte Reiter bietet der Militärsattel seinen Reiz: Er ist nicht nur schonend für das Pferd, sondern vermittelt auch ein Stück herrlicher Nostalgie.

 

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