Was ist ein Rennsattel

Wie der Name schon sagt wird ein Rennsattel für Pferderennen eingesetzt, insbesondere bei Flach - und Hindernisrennen. Aber auch privat kann er durchaus verwendet werden. Genau wie Springsättel und Dressursättel auch, wurde der Rennsattel im Laufe seiner Entwicklung für seine Zwecke optimiert. Deshalb ist er besonders klein und leicht, denn er soll dem galoppierenden Pferd größtmögliche Bewegungsfreiheit verschaffen. Durch seine kleine Auflagefläche verlagert sich auch der Schwerpunkt des Reiters. So kommt auch die kauernde Position des Jockeys im Sattel zustande. Die Sitzfläche ist sehr klein und bietet daher kaum Platz zum Sitzen.

Dies ist jedoch nicht weiter schlimm, da die Jockeys in den Rennen die meiste Zeit in den Steigbügeln stehen. Die Kammer des Sattels ist sehr breit und die Pauschen sind weit nach vorn gezogen, damit der Jockey sich mit den Knien abstützen kann. Rechts und links am Sattel sind die Steigbügel befestigt, welche meist aus Aluminium und somit besonders leicht sind. Die Gurtstrupfen sind an der Unterseite des Sattels befestigt und sehr lang, ähnlich wie bei einem Dressursattel. Als Unterlage für den Sattel fungiert eine Bleidecke mit Einschubtaschen für den Gewichtsausgleich. 

Genau wie der Rennsport selbst stammt auch der Rennsattel aus England. Dort wurde er über Jahrhunderte hinweg entwickelt, um Geschwindigkeit und Leistung des Pferdes zu erhöhen und zu optimieren. Die spezielle Form des Rennsattels wie wir ihn heute kennen, existiert seit etwa vierzig Jahren. Als Material für Rennsättel wird ganz klassisch Leder verwendet, aber auch Kunststoff kommt zum Einsatz. Ein Rennsattel allein wiegt etwa 150 Gramm, mit Steigbügelriemen, Steigbügeln und Gurt wiegt er 250 Gramm.
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