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Augen zu und durch
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von Eberhard Holin
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Hallo, Frau Hillmann, Sie haben Recht: Pony-Zucht und -Haltung überfordert das Budget mancher Pony-Enthusiasten, und diese Situation wird noch schlimmer, da stehen wir erst am Anfang. Die steigenden Arbeitslosenzahlen sprechen für sich. Kaum vergeht ein Tag, dass auf den lokalen und überregionalen Seiten der Tagespresse nicht über Pleiten und Insolvenzen berichtet wird. M.E. liegen die Kardinal-Probleme der IG woanders. Wie kann es passieren, dass langjährige Welsh-Züchter resigniert die IG verlassen? Bildet ein solcher Schritt nicht den Endpunkt einer oft quälenden Entwicklung, die sich in der Regel über einen längeren Zeitraum hinzieht? Frau Karina Schmidt berichtet, dass sie einige Herren des Vorstands um Stellungnahme gebeten hat, weshalb in letzter Zeit bekannte Welsh-Leute die IG verlassen haben. Sie teilt mit: „Einhellig wurde mir geantwortet, dass jedes Mitglied für sich selbst verantwortlich ist.“ Originalton Clement: „Wer trägt die Verantwortung für die Entscheidung eines Mitglieds, wenn nicht das Mitglied selber.“ Da haben wir es. In dieser traurigen Entwicklung wäscht tatsächlich der Vorstand immer noch seine Hände in Unschuld. Erneut sucht der Vorstand auch bei diesen Austritten die Schuld allein bei den gefrusteten Mitgliedern, die bei der IG und diesem Vorstand keine Heimat mehr finden. Einen „Sozialverband“ zu verlassen, dem man lange Jahre angehört hat, da tut sich mancher schwer ... Ansätze anderer Verursachungen fallen unserer derzeitigen Führungscrew nicht ein. Ein solches Verhalten nennen viele unserer Mitglieder überheblich, anmaßend, dünkelhaft, arrogant und kontra-produktiv. |
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| Auch Torsten Szigan argumentiert immer noch auf dieser Ebene. So schreibt er u.a.: „Die Leute sind zur Zeit aus mir unverständlichen Gründen nicht Willens irgendetwas anzupacken. Das ist genau das Problem der IG Welsh. Sie kann nur anbieten und hoffen. Es liegt aber bei den Leuten, ob was daraus wird oder nicht,“ Zuschrift v. 28.01.05.
Auch er sucht die Gründe für die Identifikationsprobleme zahlreicher Mitglieder mit der IG Welsh und ihre Inaktivität immer noch allein bei Teilen unserer Vereinsbasis. Dabei sind doch „Abstimmungen mit den Füßen“ beste Beispiele für fehlende Programmatik, Perspektivlosigkeit und ein lädiertes Binnenklima (In betrieblichen Organisationen spricht man von „Unternehmenskultur“). Der Vorstand eines Vereins befindet sich nicht in einem sakrosankten Raum. Kritik an kontra-produktiven Einstellungen und an einem überholten und nicht mehr zu akzeptierenden Führungsverhalten ist kein Sakrileg, zu dem kritisches Verhalten gern hoch stilisiert wird. Zur Brüskierung unserer Richter
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" peinlich und beschämend ist dieser Vorgang alle Male. Die Berufung als Richter für eine Internationale Schau ist ein Zeichen der Wertschätzung des Veranstalters, der WPCS und der anderen nationalen Zuchtverbände gegenüber der Welsh-Zucht und dem (Zucht)-Verband des Heimatlandes, aus dem der Richter kommt," Zuschrift v. 23.11.04.
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| Es besteht kein Zweifel: Diese beiden leicht vermeidbaren Vorgänge sind sowohl für unsere Richter als auch für die Gesamt-IG mit Prestige- und Reputationsverlust verbunden. Auf unserer Vorstandsetage ist es leider noch nicht angekommen, dass sich die IG Welsh in einer schweren Identitäts- und Image-Krise befindet, und das nicht erst seit gestern. |
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In Zukunft soll ein Gremium - ähnlich dem Richterwahlausschuss - bestehend aus drei Vertretern des Vorstands und zwei Vertretern des Richterkollegiums über die Benennung der Richter für die Bundesschau entscheiden. Mit dieser Konstruktion wäre dem Vorstand auch weiterhin die Möglichkeit gegeben, die Willensäußerung des Richterkollegiums in dieser Sache auszuhebeln.
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