Im Jahr 1995 waren bei den Zuchtverbänden noch 40 244 Pony-Stuten und 3685 -Hengste eingetragen. Ende Dezember 2006 hatte sich der registrierte Stutenbestand auf 28 735 Pony-Stuten (-28,1%) vermindert. Die Zahl der registrierten Hengste betrug 2006 3780 Tiere (+2,5%).


Im Jahr 2006 waren bei den Haflingern die meisten Stuten registriert, 7390 von 28 735 Stuten aller Ponyrassen (25,7%), bei den Deutschen Reitponys 6403 (22,3%), bei den Isländern 5266 (18,4%), bei den Shetlands 2847 (9,9%) und bei den Welsh-Ponys 1725 (6%), gefolgt von den Fjords 1166 (4%).


Im Zeitraum von 1996-2006 hat sich bei den Haflingern der Bestand an registrierten Stuten um knapp 50% verringert. Auch bei den Deutschen Reitpony-Stuten ist ein Abschwung von fast einem Drittel und bei den Shetland-Stuten von fast 40% zu verzeichnen.
Bei den Shetland-Stuten resultiert dieser Verlust in diesem (Größen-)Segment sicher auch aus der Konkurrenz zu den Deutschen Partbred Shetland- und Deutschen Classic Ponys. Bei den Isländern wurde der Stutenbestand nahezu stabil gehalten. Bei der Rasse Welsh ist gegenüber den genannten zahlenmäßig stärkeren Pony-Rassen die Reduzierung des Stutenbestandes im Vergleichszeitraum um rd. ein Fünftel eher als moderat zu bezeichnen.
Die Welsh-Stuten verteilten sich 2006 auf 505 Welsh-A-Stuten, 687 Welsh-B-, 118 Welsh-C- und 418 Welsh-D-Stuten.
Insgesamt betrug 2006 die Anzahl der registrierten Welsh-A-Stuten und -Hengste 647 Tiere (30%), Welsh-B 839 Tiere (39%), Welsh-C 141 (7%) Tiere und Welsh-D 522 (24 %) Tiere (2149 Stuten und Hengste insgesamt).
Eingetragene Fohlen der Rassen Haflinger, Deutsche Reitponys, Isländer, Shetlands und Welsh
Im Folgenden soll das Aufkommen der registrierten Fohlen bei den genannten Ponyrassen beschrieben werden.

Den stärksten Abschwung verzeichnen die Haflinger
Der Vergleich der registrierten Haflingerfohlen von 1996 und 2006 zeigt eine Differenz von 3400 Fohlen (-60,3%), ein Schwund, den in diesem Ausmaß keine andere der aufgeführten Ponyrassen zu verzeichnen hat.
Für das Zuchtgebiet Bayern zeigt sich folgendes Bild:
Beim bayerischen Verband waren registriert:
2006 2288 Haflingerstuten u. 584 Fohlen,
2005 2404 Stuten u. 684 Fohlen,
2000 2840 Stuten u. 723 Fohlen,
1998 3443 Stuten u. 1003 Fohlen,
1997 3758 Stuten u. 1275 Fohlen.
Von 1997-2006 sank die Zahl der beim bayerischen Verband registrierten Fohlen von 1275 auf 584 Tiere/-54,2%. In 2006 waren in Westfalen 1056 Haflingerstuten eingetragen und 299 Fohlen wurden registriert, in Sachsen-Thüringen waren 779 eingetragene Stuten zu verzeichnen und 290 Fohlen wurden registriert. Beim ZV f.dt. Pferde wurden 104 Haflingerfohlen in 2006 eingetragen.
Auch bei den Deutschen Reitponys hat sich im Vergleichszeitraum die Anzahl der registrierten Fohlen nahezu um ein Drittel verringert. Das Minimum lag in 2004 bei 2648 Fohlen. Bis zum Jahr 2000 lag die Zahl der registrierten Haflingerfohlen deutlich über der Anzahl der eingetragenen Reitponyfohlen.
Ab 2001 ist die Anzahl der registrierten Reitponyfohlen größer als die Zahl der eingetragenen Haflingerfohlen. In 2005 lag die Differenz bei 391 und in 2006 bei 477 Fohlen. Es wird die Prognose gewagt, dass sich dieser Abstand in den kommenden Jahren zu Gunsten der Rasse Deutsches Reitpony weiter vergrößern wird, weil sich ihre Attraktivität hinsichtlich ihres Einsatzes in allen Sparten des Turniersports und des Freizeitreiterbereichs weiter verbessert.
Die Herausstellung der Haflinger als die „idealen Freizeitpferde“ wirkt langfristig als Handikap und kann ihre schwierige Konkurrenzsituation gegenüber den Deutschen Reitponys auf Dauer nicht nachhaltig zu ihrem Vorteil verändern.

Die Anzahl der registrierten Isländerfohlen hat sich nach dem Tief in 2000 von 2176 Fohlen von 2005 auf 2006 wieder spürbar positiv auf 2406 Tiere entwickelt, +228 Fohlen/+9,3%.
Zu den Fohlen der Rasse Welsh
Im Vergleichszeitraum von 1996-2006 liegt der Höchststand mit 1016 Welsh-Fohlen im Jahr 1996 und der Tiefstand mit 608 Tieren im Jahr 2004. Das bedeutet eine Differenz von 408 Tieren (-40,16%).
Von 1998 sank das Fohlenaufkommen von 694 über 676 in 1999 auf 645 in 2000. Mit 696 Fohlen wurde in 2002 wieder ein Maximalstand von 696 Tieren erreicht, um dann wieder um 88 Tiere auf 608 in 2004 abzusinken (-12,27%).
In 2005 wurde dieser Abschwung wieder durch einen Anstieg von 52 Fohlen (+7,4%) halbwegs kompensiert. Dieser Stand wurde auch in 2006 gehalten. Gleichwohl ist der Fohlenbestand von 2006 um 51 niedriger als der von 1998 (-7,35%).
Im Vergleichszeitraum von 1996-2006 sank das Aufkommen an registrierten Welshfohlen insgesamt von 1016 auf 643 (-373 Fohlen/-36,7%).
In 2005 waren bei den deutschen Zuchtverbänden 1714 Welsh-Stuten registriert. Aus diesen Stuten fielen in 2006 643 Fohlen, d.h., nur knapp jede dritte Stute (2,66) wurde erfolgreich in der Zucht eingesetzt. Die Produktion dieser 643 Fohlen verteilte sich rein rechnerisch auf 414 registrierte Welsh-Hengste.

Zusammenfassung
Beim Pferdestammbuch Weser-Ems sind 2006 die zahlenmäßig stärksten Welsh-A- und Welsh-B-Populationen registriert. Der Anstieg des registrierten Welsh-A-Bestands von 2005 auf 2006 beträgt 48 Tiere (+7,4%). Der Bestand an registrierten Welsh-Bs hat sich von 1998 auf 2006 um 275 Tiere verringert (-24,69%). Starke Verluste verzeichnen Hannover(P) (-23,5%), Schleswig-Holstein/HH (-30,7%), Bayern (-48,5%), Rheinland (-54%) und Westfalen (-30%).
Bei den Welsh-Cs ist nach dem Tief in 2005 mit 127 Tieren in 2006 mit 141 Tieren ein deutlicher Aufschwung zu verzeichnen. Beim Rheinischen Pferdestammbuch sind mit 34 Tieren die meisten Welsh-Cs registriert.
Beim Hessischen Verband (P) sind mit 74 Welsh-Ds die meisten Welsh-Cobs eingetragen, die wenigsten in BaWü, nur 4 Stuten. Der eingetragene Welsh-Cob-Bestand hat sich mit jeweils 522 Tieren in 2005 und 2006 auf niedrigem Level stabilisiert.
Die Haflinger stellen 2006 mit 25,7% von allen 28735 eingetragenen Ponystuten den größten Bestand, gefolgt von den Deutschen Reitponys mit 22,3%, den Isländern mit 18,4%, den Shetlands mit 9,9% und den Welsh mit 6%. Die Haflinger verzeichnen im Zeitraum von 1996-2006 bei den registrierten Fohlen mit -60,3% den stärksten Schwund. Die Deutschen Reitponys haben einen Verlust von -30,1 %, die Shettys von -39,9% und die Welsh von -36,7%.
Quelle der benutzten Daten
Jahresberichte der FN von 1997-2006 und weitere Informationen der FN