In den genannten westfälischen Gegenden hat sich seit 2002 eine neue bestialische Variante aufgetan. Der Täter vergreift sich fast ausschließlich an hoch trächtigen Shetty-Stuten, vorzugsweise an Füchsen. Entweder bricht er in eingezäunte Wiesen ein viele Shettys werden im Offenstall gehalten oder auch in geschlossene Ställe, führt die Tiere zu einsam gelegenen Feldern oder Scheunen, in einem Fall legte er einen Weg von 5 km zurück Dort versucht er mit stumpfen Einwirkungen die vorzeitige Geburt der Föten herbeizuführen. Teilweise gelang ihm das, manchmal auch nicht.
In tierärztlichen Untersuchungsbefunden ist zu lesen:
- Fraktur des zweiten Halswirbels (01.04.2002)
- Tiefe Wunden auf dem Scheidenboden, Perforation der Cervicalringe (02.05.04)
- Schwere Verletzungen der Scheide (15.05.04)
- Das äußere Genitale der Stute war ödematös geschwollen. Die vaginoskopische Untersuchung ergab eine hochgradig gerötete Schleimhaut mit massiven Verletzungen und Hämatomen der gesamten Scheide und des Muttermundes. Aufgrund der massiven Verletzungen verfohlte die im neunten Monat tragende Stute (22.01.05 um 23.00 Uhr).
- Die beiden Stuten mussten infolge der schweren Verletzungen eingeschläfert werden (12.03.05) usw.

Trächtige Shetty-Stuten werden in Westfalen seit 2002 von Triebtäter attackiertAuch ein Zuchthengst wurde getötet
Das in Soest beheimatete Mini-Shetty-Gestüt „Soestblick“ ist bis jetzt dreimal von dem „Pferdeschänder“ heimgesucht worden.
- Am 28.03.2002 wird eine hochtragende Shetty-Stute aus einem Paddock entwendet, eine zweite hochtragende Stute verfohlt. Die entwendete Stute wird am 01.04.2002 in einem ca. 1 km entfernten eingezäunten Naturschutzgebiet tot aufgefunden, der herausgeholte Fötus liegt hinter der Stute.
- Am 09.02,2002 wird der 12-jährige Shetty-Hengst Dacapo im offenen Stall erschlagen. Der tierärztliche Untersuchungsbefund spricht von einer Impressionsfraktur der Schädelkalotte infolge eines stumpfen Traumas unbekannter Ursache.
- Am 01.05.2004 wird erneut eine trächtige Stute aus einem Paddock entwendet. Diese Stute kommt einen Tag später schwer verletzt aus dem nahe gelegenen Naturschutzgebiet zurück. Eine weitere Stute verfohlt im Paddock im unmittelbaren Anschluss an die Entnahme der ersten Stute.
- Am 14.05.2004 wird eine hochtragende Stute in Erwitte-Wiggeringhausen von der Weide entführt. Einen Tag später steht die Stute traumatisiert ca. 400 Meter abseits der Weide mit schweren Verletzungen der Scheide neben dem toten Fohlen.
- Dreimal werden Stuten in Verl-Kaunitz attackiert: am 03.07.2004, am 16.07.2004 (Stute traumatisiert und schwer verletzt im Gerstenfeld gefunden), am 22.01.2005 (Stute aus Paddock entwendet, weitere Stuten entweichen durch Loch im Zaun, durch Zusammenstoß mit einem Auto wird eine weitere Stute getötet).
- Am 18.02.2005 wird eine hochtragende Stute aus einem Offenstall in Buke entwendet. Am folgenden Tag steht die Stute traumatisiert neben dem toten Fötus am Waldrand. 24 Stunden später verstirbt die Stute infolge schwerer Verletzungen der Scheide.
- Am 12.003.2005 werden zwei hochtragende Zwerg-Eselstuten in einem Stall in Verl-Kaunitz schwer verletzt, beide Stuten mussten eingeschläfert werden.
- Am 25.03.2005 wird eine hochtragende Shetty-Stute in Lippstadt-Esbeck von der Weide entwendet und 4 Tage später in einem unbewohnten Kötterhaus erdrosselt aufgefunden
Im Internet findet sich folgender Bericht
SoKo-AZNr. 11032005A-007-0126
*Soko-Pferd, Bereich: D-33415 NRW Verl OT Kaunitz Weide
vs. Tatzeit Freitag 11.03.2005, 20.00 Uhr zu SA 12.03.2005 07.30 Uhr
Eingeliefert von SOKO-Admin Polizeipressebestätigt
- Seit drei Jahren hält ein Tierquäler Halter und Züchter von Shetland-Ponys in den Kreisen Gütersloh, Soest und Paderborn in Atem. Erneut schlug der oder die Täter im Verler Ortsteil Kaunitz zu und missbrauchte zwei tragende Zwerg-Eselstuten. Die Tiere erlitten eine Fehlgeburt (verfohlten) und mussten wegen schwerer innerer Verletzungen vom Tierarzt getötet werden. Der aktuelle Fall weist Parallelen zu neun weiteren bislang bekannt gewordenen Fällen auf. Der Täter hinterließ keinerlei Spuren, Genmaterial konnte die Polizei nach eigenen Angaben erneut nicht sicherstellen. Dringend von der Polizei gesucht wird in diesem Zusammenhang eine unbekannte männliche Person... Mobil war diese Person bei der Begegnung mit einem Fahrrad. Am Freitagabend, gegen 22.40 Uhr, hatte eine Zeugin beobachtet, wie sich oben beschriebene Person mit dem Fahrrad von dem Grundstück entfernte.
- Vor drei Wochen hatte der unbekannte Täter, der sich nicht nur mit den Tieren bestens auskennt, sondern stets über gute Ortskenntnisse verfügt, in Delbrück (Kreis Paderborn) eine tragende Stute entführt. Dem Tier injizierte er vor dem Missbrauch ein Wehen förderndes Mittel. Es verfohlte und verendete zwei Tage später (siehe oben).
- Ende Januar hatte er zum dritten Mal einen Shetland-Pony-Züchter in Kaunitz heimgesucht. Damals drehte er eine an einem 4,50 Meter hohen Mast angebrachte Infrarotkamera gen Himmel. Ein tragendes Tier entführte er und missbrauchte es, elf andere Ponys rissen durch das Loch im Zaun der Koppel aus. Ein Tier verendete, nachdem es auf der benachbarten Landstraße vor ein Auto gelaufen war (siehe oben). Sachdienliche Hinweise bitte an die Polizei...
Quelle: www.takvorian.de
![]() Mini-Shetty-Fohlen als trächtige Stute von Triebtäter bedroht. |
Was ist zu tun?
Am 01.04.2005 trafen sich betroffene Shetty-ZüchterInnen auf dem Mini-Shetty-Gestüt „Soestblick“ in Soest, um über Schutzmaßnahmen etc. zu beraten. Besonders gefährdet sind Tiere auf abgelegenen Koppeln, in Offenställen oder auch auf Wiesen und in Ställen in örtlichen Randbereichen, besonders des Nachts.
Die Bevölkerung wird aufgerufen:
- Notieren Sie die Kennzeichen verdächtiger auswärtiger Autos im Bereich von Ställen und Pferde-Koppeln.
- Informieren Sie umgehend die Pferde-Halter und die zuständige Polizei über Verdächtiges in Wiesen- und Stallbereichen.
- Achten Sie besonders bei abendlichen Spaziergängen auf verdächtige Fahrzeuge und Personen. Führen Sie stets ein Handy mit.
- Wenn Ponys bei Dunkelheit von unbekannten Personen im Gelände geführt werden, veranlassen Sie durch die Polizei eine Personenüberprüfung.
- Besonders die Nachbarn von Züchtern und Pferde-/Ponyhaltern werden gebeten, verdächtige Beobachtungen schnellmöglichst weiterzugeben.
Kontaktanschriften
- Soko-Pferd
Im Internet findet sich das Pferdeportal „Soko-Pferd“, Pferde-Ripper. Dort können alle eingehenden Meldungen zu Pferde-/Pony-Schändungen und Tötungen eingesehen werden. www.takvorian.de
- Landeskriminalamt Niedersachsen, Ermittlungsgruppe „Pferd“. www.polizei.niedersachsen.de
Rufnummer 0511/26262-0 - Kreispolizei Soest/Lippstadt 02921/91000
oder unter 110
![]() Kleine Ponys vom Menschen attackiert |


