Zur Verteilung der eingetragenen Hengste und Stuten der Rasse Welsh
in Westfalen und im Rheinland
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von Eberhard Holin
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Im Zeitraum von 1998-2003
in Westfalen starker Rückgang bei den Welsh-As (-26,1 %), Welsh Cs (-50%), Welsh-Cobs (-34,5%),
im Rheinland starker Rückgang
bei den Welsh-Bs (-34,7%) Zunahme bei den Welsh-As (+37%) und Welsh-Cs (+30,8%).
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| Seit Anfang des Jahres liegt der Jahresbericht 2003 der FN vor. U.a. informiert er über aktuelle statistische Daten der deutschen Pferde- und Pony-Zucht. Im Folgenden soll auf der Basis dieser Angaben über die Situation der Rasse Welsh in den ZuchtgebietenWestfalen und Rheinland berichtet werden. Um Trends deutlich zu machen, werden hauptsächlich die Daten aus 2003 mit den Angaben aus 1998 u. teilweise aus 1997 verglichen. Außerdem werden Hinweise zur "bundesweiten" Entwicklung dieser Rasse gegeben. Der FN sei für die Überlassung weiterer Daten gedankt, die im aktuellen Jahresbericht nicht abgedruckt sind.
Die Verteilung in Westfalen und im Rheinland
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| Über alle Sektionen hinweg steht in Weser-Ems der stärkste eingetragene Welsh-Bestand mit 308 Tieren, gefolgt von Hannover(P) mit 289 T., Rheinland mit 244 T., Schleswig-Holst./HH mit 219 T., Hessen(P) mit 215 T. und Westfalen mit 210 Welsh-Tieren.
Beim Pferdestammbuch Westfalen sind mit Stichtag vom 31.12.2003 insgesamt 210 Tiere der Rasse Welsh (alle Sektionen) registriert. Damit liegt das Zuchtgebiet Westfalen - trotz seiner Verluste - mit seiner Welsh-Population an sechster Stelle aller 15 deutschen Zuchtverbände, das Rheinland steht mit 244 eingetragenen Tieren an dritter Stelle.
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| Die registrierten Bestandszahlen der Rasse Welsh verringerten sich von 1997 auf 2003 in Westfalen um - 39,3 %, Baden-Württemberg um - 34,4 %, Rheinland-Pfalz/Saar um - 23,7 %, Weser-Ems um - 17,4 %, Hannover um - 17,4 %, Schleswig-Holstein/HH um - 14,4 %, Rheinland um - 14,1 %, usw. |
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| Es wird darauf hin gewiesen, dass neben den registrierten Welsh-Ponys und -Cobs weitere Welsh-Tiere gehalten werden, die im Vergleichszeitraum aus verschiedenen Gründen von ihren Besitzern - vorübergehend oder endgültig - bei den Pferdestammbüchern und Ponyverbänden als Zuchttiere abgemeldet worden sind. Zu ihrer Anzahl können keine Angaben gemacht werden. Es wird geschätzt, dass ihre Menge 20-30% der registrierten Tiere beträgt. Außerdem gibt es weitere Welsh-Ponys und -Cobs, die ausschließlich bei der Welsh Pony and Cob Society(WPCS) in Wales oder auch in Holland eingetragen sind. |
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Die Verteilung nach den einzelnen Welsh-Sektionen in 2003
Zur Rasse Welsh zählen die vier Sektionen A, B, C und D(Welsh-Cobs) und die Welsh-Partbreds. Die Letzteren können zahlenmäßig nicht beschrieben werden, da nur die "rein"-gezogenen Welsh-Sektionen von den Zuchtverbänden gesondert erfasst und der FN gemeldet werden.
Die Sektion A
Die größeren Bestandszahlen bei den registrierten Welsh-As rangieren sich bundesweit wie folgt: Weser-Ems 121(19 Hengste/102 Stuten) Tiere; Hannover(P) 86(16/70) T.; Westfalen 85(19/66) T.; Rheinland 65(18/47) T.; Schleswig-Holstein/HH 28(5/23), usw. Mit diesen Bestandszahlen liegen z.Zt.Weser-Ems und Hannover(P) an der Spitze aller deutschen Welsh-A-Hochburgen. Mit 20 registrierten Tieren steht Westfalen bei dieser Sektion vor dem Rheinland.
Die Sektion B (Welsh-Ponys)
Auch bei der Sektion B finden sich in den Zuchtgebieten Weser-Ems und Hannover(P) bundesweit die größten Populationen. Das Rheinland liegt mit seinem Welsh-B-Bestand an dritter, Westfalen an siebter Stelle. Die derzeitige Verteilung ergibt sich wie folgt: Weser-Ems 154(25/129) Tiere; Hannover(P) 128(23/105) T.; Rheinland 98(13/85) T.; Bayern(P) 95(15/80) T.; Schleswig-Holstein/HH. 89(17/72) T.; Hessen(P) 79(12/67) T.; Westfalen 64(13/51) T., usw.
Die Sektion C (Welsh-Pony im Cob-Typ)
In der Rangliste der Welsh-Cs liegt das Rheinland nur knapp vor Hessen(P) und Schleswig-Holst./HH. Die C-Population in Westfalen zählt zu den kleineren Beständen. In Weser-Ems sind z.Zt. keine Welsh-Cs registriert. Die Verteilung: Rheinland 26(7/19) Tiere; Hessen(P) 25(1/24) T.; Schlesw.-Holstein/HH. 25(3/22) T.; Hannover(P) 18(4/14) T.; Westfalen 6(2/4) T., usw.
Die Sektion D (Welsh-Cobs)
Die meisten Welsh-Ds sind z.Zt. in Hessen registriert. Schleswig-Holstein/HH liegt auf dem zweiten Platz. Die größten Welsh-D-Populationen verteilen sich bundesweit wie folgt: Hessen(P) 83(13/70) Tiere; Schleswig-Holstein/HH. 77(17/60) T.; Rheinland-Pf./Saar 59(8/51) T.; Hannover(P) 57(11/46) T.; Rheinland 55(9/46) T.; Westfalen 55(7/48) T.; Weser-Ems 33(6/27) usw.
Die Situation in Westfalen und im Rheinland
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Die Welsh-As
In Westfalen sank der Bestand an registrierten A-Ponys um 30 Tiere, von 115(27/88) in 1998 auf 85(19/66) Tiere(= - 26,1%). Die Zahl der Hengste verringerte sich um 9 Tiere (= - 29,6 %) und die der Stuten um 22 Tiere (= - 25%).
Den größten westfälischen Hengstbestand mit 5 gekörten Tieren besitzt Hermann Saatjohann, gen. Fänger in Burgsteinfurt, der Zucht und Fahren hobbymäßig betreibt. In der Vergangenheit war in Westfalen die Welsh-A-Zuchtstätte von Marina Pummer (ehemals Füssel), Gütersloh, für Welsh-A-Liebhaber mit einem Bestand von rd.20 A-Ponys eine erste Adresse. Inzwischen befinden sich in ihrem Besitz nur noch 2 registrierte A-Hengste und 2 A-Stuten, die hobbymäßig gefahren werden. Auch auf dem Welsh-Gestüt von Hildegard Nienaber, Oelde, kommt es zu einer weiteren Bestandsreduktion. In den letzten Jahren wurden dort immer bis zu 12 Welsh-As gehalten, 2 Hengste inklusive. Inzwischen stehen dort nur noch 3 eingetragene Welsh-A-Stuten. Die Hengsthaltung wird aufgegeben, und es ist beabsichtigt, mit den verbliebenen As turniermäßig zu fahren. Aus persönlichen Gründen musste Anfang 2004 der Bestand von Karl Kahs, Oelde, stark verringert werden. Im Klartext heißt das, in Westfalen wird die Reduzierung des verbliebenen A-Bestandes auch im kommenden Jahr weiter fortschreiten. Demgegenüber wird beim H-S-Gestüt in Bochum auch in Zukunft die Bestandsgröße der früheren Jahre sowohl bei den As als auch bei den Ds gehalten.
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| Im Rheinland stieg von 1998 bis Ende 2003 die A-Population um 24 Tiere, von 41 auf 65 (= + 37%). Bei den A-Hengsten verdoppelte sich der Bestand von 9 auf 18 Tiere und bei den Stuten um 29 Tiere von 18 auf 47 (= + 32%). |
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Der Anstieg bei den Hengsten resultiert vor allem aus den Bestandsvergrößerungen der beiden Welsh-Gestüte Three B (Fam. Reipen, Zülpich) und Three Stars (Fam. Größchen, Meerbusch). So besaßen zu Beginn des Jahres Three B 5 und Three Stars 9 gekörte A-Hengste, d.h., 77,7% des im Rheinland registrierten A-Hengstbestandes liegt im Besitz dieser beiden Gestüte. Im Besitz von Agnes Jahnknecht, Bottrop, befindet sich eine Welsh-A-Herde, die im Frühjahr dieses Jahres 21 Köpfe zählte. Auch dieser Bestand wird gehalten und gfs. weiter aufgestockt. Im Rheinland wird der Bestand an A-Ponys wahrscheinlich weiter zunehmen. So hat z.B. in der Gemeinde Windeck die Familie Wolfgang und Miriam Knoch mit dem Aufbau einer Welsh-A-Zucht begonnen.
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| In Weser-Ems stieg die Zahl der registrierten Welsh-As im Verlauf der letzten 5 Jahre von insgesamt 112(15/97) auf 121(19/102), + 9 Tiere (= + 7,5%). Hannover(P) zeigt kaum Veränderungen, 88 Tiere in 1998 und 86 in 2003. In Schleswig-Holst./HH halbierte sich die Zahl der Hengste um die Hälfte, von 10 auf 5, und die Anzahl der Stuten verringerte sich von 32 auf 23. Damit sank dort die Menge der registrierten As von 42(10/32) auf 28(5/23), obwohl im Vergleichszeitraum über alle deutschen Zuchtverbände hinweg die Zahl der Welsh-As um 3% gestiegen ist. Die kleinste Welsh-A-Population findet sich in Rheinland-Pfalz/Saar. Dort sank die Anzahl der registrierten As von 15 auf nunmehr 5 Tiere.
Die Welsh-Bs
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| In Westfalen betrug der Bestand an Welsh-Bs 1998 73(10/63) und 2003 64(13/51) Tiere, - 9 T. (= - 12,3%). Der Hengstbestand ist um 3 Tiere gestiegen und die Zahl der registrierten Stuten ist um 12 Tiere gesunken. Das mag für den Verlauf von 5 Jahren nur eine geringe Veränderung sein, gleichwohl schmerzt bei kleinen Populationen jede aus der Zucht genommene Stute. Von einer konsolidierten und homogenen Welsh-B-Zucht in Westfalen kann keine Rede sein, zu sehr differieren die unterschiedlichen B-Typen. Gefragt sind größere Bs mit einem Stockmaß von rd.135 cm, kräftigem Fundament und den Reit- und Fahrpferde-Points, die sie die Konkurrenzsituation mit den deutschen Reitponys gut bestehen lassen. |
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| Im Rheinland waren 1998 150 (24/126) Bs registriert, 2003 waren es nur noch 98(13/85). Bei den Hengsten verringerte sich die Anzahl um 11, von 24 auf 13 Tiere und bei den Stuten von 126 auf 85, - 41 Tiere. Insgesamt bedeutet das einen Verlust von - 52 Tieren (= - 34,7%). Mit diesem Rückgang an eingetragenen Tieren liegt das rheinische Pferdestammbuch an der Spitze aller deutschen Zuchtverbände, gefolgt von Bayern(P) mit einem Minus von 39 (= - 29%) und Hannover(P) mit einem Minus von 38 Tieren (= - 23%). Insgesamt lag in 1998 die Bestandsgröße bei den registrierten Bs bei 1114 Tieren und Ende 2003 bei 936 Tieren (= - 16%). |
Die Welsh Cs
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| In Westfalen waren 1998 nur 12 (2/10) Cs eingetragen. Bis Ende 2003 hat sich diese Zahl auf 6 (2/4) Tiere verringert. Im Rheinland stieg die Zahl der eingetragenen Cs von 18(7/11) auf 26(7/19) Tiere. |
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Um die Welsh-Cs hat sich im Rheinland sicherlich der verstorbene Paul Neuß verdient gemacht. In jüngerer Zeit verzeichnete Michael Schmidt aus Korschenbroich mit seinen Welsh-Cs herausragende nationale und internationale Erfolge. Die Sektion C ist in Deutschland die zahlenmäßig kleinste Welsh-Sektion. Auch hier sank die Zahl der registrierten Tiere bundesweit von 166 Tieren in 1998 auf 147 T. in 2003 (= - 11,5%).
Die Welsh-Cobs
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| In Westfalen betrug Ende 2003 die Zahl der eingetragenen Welsh-Cobs 55(7/48). Ende 1998 waren 84(10/74) Tiere registriert. Das bedeutet für den Vergleichszeitraum ein Minus von 29 Tieren (= - 34,5%).
Mit diesem Prozentsatz verzeichnet Westfalen bei den Cobs den größten Verlust von allen deutschen Zuchtverbänden.
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Das ist bemerkenswert, da die Welsh-Cobs vom Gestüt Bimberg(Unna-Lünern) und vom Gestüt Chery(Siegen) in der rd. 30-jährigen Geschichte der deutschen Welsh-Cob-Zucht deutliche Akzente gesetzt haben. Weitere Verluste zeigen sich in Weser-Ems, - 15 Tiere, und Baden-Württemberg, - 10 Tiere und in Hannover(P), - 5 T. Insgesamt stieg jedoch die Zahl der bei allen deutschen Zuchtverbänden eingetragenen Welsh-Cob-Hengste von 86 auf 101 Tiere, + 15, und die der Stuten von 473 auf 483, + 10. Die Gesamtpopulation stieg damit von 1998 mit 559 auf 584 Tiere in 2003, ein Plus von 25 (= + 4,3%). Rein rechnerisch bedeutet das bundesweit einen Zuwachs von 5 Tieren pro Jahr, sicherlich kein Grund zum Jubeln für die Züchter in den alten Bundesländern, zumal in den neuen Bundesländern ein gewisser Nachholbedarf zu befriedigen ist.
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| Im Rheinland ist der Bestand an Welsh-Cobs im Vergleichszeitraum nahezu unverändert geblieben, in 1998 57 (9/48) und Ende 2003 55 registrierte Tiere(9/46). |
| Der größte Welsh-Cob-Bestand ist z.Zt.in Hessen(P) mit 83 Tieren eingetragen. Es folgen Schleswig-Holstein/HH mit 77 T., Rheinland-Pfalz/Saar mit 59, Hannover(P) mit 57 und Rheinland und Westfalen mit jeweils 55 Tieren.
Vergleich 2003 und 2002
Gemessen am Gesamtbestand aller Pony-Rassen liegt die Rasse Welsh bei den registrierten Pony-Stuten auch 2003 wieder auf dem fünften Platz mit 5,9% (= 1872 T.). Verglichen mit dem Bestand von 2002 ist das ein Minus von 78 Tieren (= - 4%). Bei den Aufnahmen ins Stutbuch ergibt sich eine deutliche Differenz gegenüber den Registrierungen des Vorjahres. Wurden 2002 noch 311 Welsh-Ponys/-Cobs aufgenommen, so sank diese Zahl im Jahr 2003 auf 251 Tiere, - 60 T. (= - 19%). Auch die Zahl der registrierten Fohlen sank bei der Rasse Welsh von 696 im Jahr 2002 auf 653 in 2003, - 43 T. (= - 6,2%).
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Von einer Stabilisierung der Rasse Welsh kann keine Rede sein -
trotz der Vorzüge ihrer vier Sektionen.
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| Zur Rasse Welsh zählen vier Sektionen und die Welsh-Partbreds. Im Vergleich der Stutenbestände aller bei der FN geführten Pony-Rassen liegt die Rasse Welsh Ende 2003 mit 1872 Tieren an fünfter Stelle vor den Fjordpferden.
Zusammenfassung
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| In Westfalen ist die Zahl der registrierten Welsh-As um - 26,1% und die der Welsh-Cobs um - 34,5% zurückgegangen. Im Rheinland konnte sich die Zahl der eingetragenen Welsh-As um + 37% verbessern. Ein weiteres ins Auge fallende Ergebnis dieser Datenzusammenstellung bildet der Nachweis auf den starken Rückgang, den die Sektion B zu verzeichnen hat. In fast allen Zuchtgebieten kam es zu einer Reduzierung der registrierten Tiere, besonders in ihren Hochburgen: im Rheinland - 35 %, in Bayern(P) - 29 %, in Hannover(P) - 23 %, und in Weser-Ems - 13 %. In Westfalen reduzierte sich der Bestand um 9 Tiere (= - 12,3 %). |
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Was sind die Gründe? Ohne Zweifel steht der vergleichsweise kleine Welsh-B-Bestand (775 Stuten) in scharfer Konkurrenz zu den deutschen Reitponys (7089 Stuten). Da der Markt bei den Reitponys - wenn es um den herkömmlichen Turniereinsatz geht - nach Endmaß-Ponys sucht, fallen in der Reitpony-Zucht eine große Anzahl von kleineren Reitponys an, die auf den ersten Blick vielleicht den Ansprüchen von jüngeren u. kleineren Kindern genügen, den Züchtern von Welsh-B-Ponys aber ad hoc den Absatz ihrer Zuchtprodukte erschweren. Andererseits haben die Welsh-B-Ponys seit den 60-er Jahren zum Aufbau der deutschen Reitpony-Zucht einen herausragenden Beitrag geleistet. Das sind die Gründe, weshalb immer noch in Weser-Ems und beim hannoverschen Ponyverband die stärksten deutschen Welsh-B-Bestände registriert sind. Setzt sich bei dieser Sektion der Negativ-Trend fort - siehe auch die Entwicklung im Rheinland und in Bayern - dann geht der deutschen Reitpony-Zucht ein wertvolles Gen-Potential verloren.
Was macht die IG Welsh? Was tun die IG Welsh und die Zuchtverbände, um die Welsh-Population wenigstens auf ihrem bisherigen Niveau zu stabilisieren? Die IG Welsh hat sich seit einigen Jahren schwerpunktmäßig dem Freizeitreiter- und Freizeitfahrerbereich verschrieben. So hat sie in 2003 "eine neue `Gebrauchsprüfung für Welsh` in drei Stufen ins Leben gerufen. Hierbei soll die umfassende Überprüfung der vielseitigen Veranlagung von Welsh-Ponys und -Cobs als Freizeitpferde im Vordergrund stehen Es stellt sich die Frage: Hat die IG Welsh mit dieser einseitigen Verbandspolitik den kontinuierlich fortschreitenden Bestandsverlust der Rasse Welsh aufhalten und stoppen können?
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Auf der diesjährigen BUNDESSCHAU 2004 der IG Welsh in Alsfeld wurden im Zuchtbereich lediglich 13 Welsh-Bs vorgestellt (ohne Wallache/Veteranen/Welsh-Derby). Dabei ist die Sektion B nach wie vor die zahlenmäßig stärkste Sektion von allen Welsh-Sektionen (Ende 2003 waren 936 Welsh-Bs bei den deutschen Zuchtverbänden registriert!).
Ein Alarmsignal? Auf dieser Bundesschau waren in den Zuchtklassen auch nur 10 Welsh-Partbreds angetreten (ohne Wallache/Veteranen/Welsh-Derby). Kündigt sich für die Sektion B und das Schauwesen der IG Welsh ein ähnliches Desaster an wie bei den Welsh-Pbs?
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| Es bleibt der Appell an die Zuchtverbände, an die FN und an die Regionalgruppen der IG Welsh durch stabilisierende Maßnahmen die Vielfalt der Rasse Welsh zu erhalten und speziell die Sektion B wieder stärker ins züchterische Interesse zu heben, auch unter dem Aspekt der weiteren Optimierung der Reitpony-Zucht. Kann nicht in Kooperation in den Hochburgen der Welsh-B-Zucht z.B. ein Tag des "Welsh-B-Ponys" mit Zucht- und Sportprüfungen ausgeschrieben werden?
Wann erfolgt endlich unter dem Dach der FN die bundesweite Ausschreibung einer Pony-Veranstaltung mit entsprechenden Zucht- und Sportprüfungen,
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