
Hengstfohlen-Sieger Linebroks Aladin
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Auch in diesem Jahr wurden alle Schauteilnehmer neben den Siegerschleifen auch mit einem schmackhaften Ehrenpreis aus der Lehmann’schen Fleischerei belohnt. Und ganz großer Beliebtheit erfreuten sich die von Kai Wassermann erstellten Victoria-Urkunden. Als Rahmenprogramm begeisterte der Nordenhamer Shanty-Chor mit einer Kostprobe ihres musikalischen Könnens die Besucher und Aussteller der Schau.Alles in allem war die 3. Victoria-Welsh-A-Fohlenschau wieder eine Bereicherung des Ausstellungswesens und eine gelungene Werbung für unsere Welsh Mountain Ponys. Zu wünschen wäre ihr eine größere Beteiligung vor allem der Züchter aus der eigenen Region gewesen.

Hengstfohlen- Reservesieger Blue Thunder |

Klassensieger Stutfohlen Belinda |
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Klassensieger (2-jährige)
Brandy`s Boy. |

Klassensieger Stutfohlen Leybuchts Anjona |

Forlan Tomboy |
Kommentar
Nach Herrn Ad Beekman als Richter für die zweite Victoria-Fohlenschau 2002 hatte Fritz Lehmann, seit langen Jahren Richter-Obmann der IG Welsh, erneut für seine diesjährige Fohlenschau einen holländischen Richter eingeladen, nämlich den Vorsitzenden der Körkommission des Niederländischen Welsh-Stammbuchs, Herrn Ben Platzer.
Um es vorweg zu sagen, die von Fritz Lehmann organisierte diesjährige Fohlenschau hat gefallen. Ein schön aufgemachter Schaugrund, eine angenehme Atmosphäre, die herzliche Aufnahme durch den Veranstalter, freundliche Beschicker, eine absolut gute Verpflegung, und nicht zuletzt einen symphatischen Richter, der sich bemühte, seine Entscheidungen zu erklären und unter das Volk zu bringen.
Gleichwohl - bei allem Respekt vor dem Veranstalter und dem beurteilenden Richter seien ein paar Bemerkungen gestattet (konstruktiv, so hoffe ich, wie mal wieder in der aktuellen Ausgabe von Welsh aktuell von der Ehefrau unseres Vors. angeregt).
Das Beurteilen von Fohlen ist keine einfache Angelegenheit. Der Richter sieht den Ideal-Typ (seinen Typ?) der Sektion vor Augen - inklusive der wahrscheinlich zukünftigen Verwendung des Tieres - und er taxiert das Fohlen auf dessen Qualitäten, diesem Ideal-Typ möglichst nahe zu kommen. Dabei erkennt er die Mängel, die sich nach seiner Erfahrung im weiteren Wachstumsverlauf von allein erledigen, und er sieht die Probleme, die sich nach seiner Kenntnis kaum beheben lassen. Der Richter kennt natürlich die seit Jahrzehnten auch in Wales bei allen Sektionen geführte Diskussion über den "ursprünglichen" und den "veredelten" oder "modernen" Typ - was immer das heißen mag - und die Auseinandersetzungen über das Verhältnis von Typ und Bewegung, oft als "Spannungsverhältnis" deklariert.
"Nur" das genetische Potenzial des zu beurteilenden Fohlens kennt er in der Regel nicht - bei seiner Momentaufnahme - höchstens durch einen Blick auf die begleitende Stute, oder auf den Vorführer (oft der Züchter), dessen Zucht er schon seit vielen Jahren kennt und dessen Qualitäten als Richter er vielleicht schon selbst bei gemeinsamen Richten kennen und schätzen gelernt hat. Das alles muss er unter einen Hut bringen und "objektiv" und "gerecht" dem Züchter und den Zuschauern servieren.
Rd.80 % der Begründungen des Herrn Platzer beschäftigten sich mit dem Welsh-Typ, den er vor allem am Kopf fest machte, obwohl sich die Welsh-Points ja nicht nur auf den Kopf reduzieren. Den meisten Siegertieren bescheinigte er beeindruckende Welsh-Köpfe (very expressive), anderen Fohlen wünschte er mehr Ausdruck und mehr Typ am Kopf. Erheblich weniger äußerte er sich zu den Fundamenten bzw. zu den Bewegungen der Tiere. Das mag vielleicht mit Sprach-Problemen zusammen hängen. Die Beschreibung eines jungen Tieres - seine Fähigkeiten und seine Leistungsdisposition - ist schon in der Muttersprache für manchen Beurteiler ein Problem. Die Begründung einer Bewertung in einer anderen Sprache setzt eine hohe Sprachkompetenz voraus. Deshalb allen Respekt vor Herrn Platzer, der sich dieser schwierigen Aufgabe angenommen hat.
Es stellt sich jedoch die Frage, ob jenseits von sprachlichen Unzulänglichkeiten, bei dieser beschriebenen Gewichtung nicht eine Beurteilungspraxix sichtbar wird - Typ vor Bewegung und Fundament - die sicherlich bei einigen IG-Richtern - nicht aber bei der Mehrheit unserer Verbandsrichter zum Tragen kommt? Wie sehen unsere Zuchtleiter diese Problematik?
Schrieb nicht schon Dr. Zech in seinem viel beachteten "Plädoyer für eine stärkere Beachtung des Schritts und allgemeiner Leistungskriterien beim Welsh-Mountain-Pony":
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